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SEO Grundlagen

Broken Link Building: Tote Links für SEO nutzen

5 Min. Lesezeit

Broken Link Building ist eine der wenigen Linkbuilding-Methoden die für alle Beteiligten einen echten Mehrwert bietet: Sie können tote Links für SEO nutzen – der Websitebetreiber behebt ein Problem, der Nutzer landet nicht mehr auf einer 404-Seite, und Sie erhalten einen hochwertigen Backlink. Die Methode erfordert Geduld und systematisches Vorgehen.

Das Grundprinzip

  1. Website in Ihrer Nische finden die auf defekte URLs verlinkt
  2. Den defekten Inhalt durch eigenen gleichwertigen oder besseren Inhalt ersetzen
  3. Den Websitebetreiber kontaktieren und die Korrektur anbieten

Der Kern: Sie helfen jemandem ein Problem zu lösen (toter Link schadet seiner SEO und Nutzererfahrung) und erhalten dafür eine natürliche Gegenleistung.

Broken Link Building hat eine Antwortrate von 5–15 % – was im Linkbuilding-Bereich hoch ist. Der Grund: Die Nachricht bietet echten Mehrwert (Problem aufgezeigt + Lösung angeboten) statt nur eine Bitte zu sein. Jede 10. Kontaktaufnahme führt typischerweise zu einem Backlink.

Ahrefs → Site Explorer → Konkurrenz-URL
→ Backlinks → Filter: "404" oder "Broken"
→ URLs die auf 404-Seiten Ihrer Konkurrenten verlinken

Wenn ein Konkurrent eine URL gelöscht hat die noch externe Backlinks hat, können Sie:

  1. Den Inhalt dieser URL rekonstruieren (oder verbessern)
  2. Die verlinkenden Seiten kontaktieren

Methode 2: Relevante Seiten direkt prüfen

Screaming Frog crawlt alle externen Links einer Website und zeigt 404-Antworten:

  1. Screaming Frog → URL eingeben (z. B. ein Branchenportal)
  2. „External Links” Tab → Filter: „4xx”
  3. Jede defekte externe URL ist eine potenzielle Chance

Methode 3: Google-Suche mit Suchoperatoren

site:branchenportal.de "ressourcen" OR "links" "404"

Suchen Sie nach Ressourcenseiten in Ihrer Nische die wahrscheinlich mehrere externe Links enthalten.

Die wertvollsten Broken-Link-Möglichkeiten sind auf „Ressourcenseiten" – Seiten die gezielt externe Links zu hilfreichen Inhalten sammeln. Solche Seiten haben oft viele Links und werden weniger häufig aktualisiert, was die Chance auf defekte Links erhöht. Suche nach: „beste ressourcen [ihre nische]", „[nische] links" oder „[nische] empfehlungen".

Schritt 2: Eigenen Ersatz-Content erstellen

Das ist der aufwändigste Teil: Der Inhalt der die defekte URL ersetzt muss wirklich gut sein.

Analysieren Sie die defekte URL:

  • Web Archive (archive.org) zeigt oft den ursprünglichen Inhalt
  • Was war das Thema? Welches Format (Artikel, Tool, Studie)?
  • Warum haben andere darauf verlinkt?

Erstellen Sie etwas Gleichwertiges oder Besseres:

  • Aktuellere Daten (Studie von 2019 → aktualisierte Version)
  • Ausführlichere Behandlung des Themas
  • Besseres Format (Artikel → interaktives Tool)

Publish first, pitch second: Erstellen Sie den Content erst, dann kontaktieren Sie. So können Sie die URL direkt angeben.

Schritt 3: E-Mail-Outreach

Gute Betreffzeile: Kurz und konkret. Nicht: „Gastbeitrag-Anfrage”. Ja: „Defekter Link auf [Ihrer Seite] – Ersatz gefunden”

E-Mail-Template:

Betreff: Defekter Link auf [Seitenname]

Hallo [Name],

ich habe Ihre Seite [URL] gelesen und dabei einen
defekten Link gefunden:

[Defekte URL]

Dieser Link führt zu einer 404-Seite. Ich habe zu
diesem Thema einen aktuellen Artikel geschrieben:

[Ihre URL]

Falls er für Ihre Seite passt, freue ich mich
wenn Sie ihn als Ersatz verwenden.

Viele Grüße,
[Ihr Name]

Was funktioniert:

  • Kurz und konkret – zeigen was das Problem ist
  • Keine aufdringliche Verkaufssprache
  • Den defekten Link exakt nennen (URL)

Was nicht funktioniert:

  • Lange Einleitungen über sich selbst
  • Mehrere Bitten in einer E-Mail
  • Follow-up-E-Mails nach 24 Stunden

Personalisierte Broken-Link-E-Mails die die defekte URL exakt nennen und einen thematisch passenden Ersatz anbieten, konvertieren 3–4x besser als generische Linkbuilding-Anfragen. Der Aufwand pro E-Mail ist höher – aber die Erfolgsrate rechtfertigt ihn.

Skalierung: Wie man mehr Volumen erreicht

Broken Link Building im großen Maßstab erfordert Systematik:

Spreadsheet-Struktur:

Defekte URLVerlinkende SeiteKontakt-E-MailEigener ErsatzStatus
Kontaktiert

Tools für Effizienz:

  • Ahrefs Content Explorer: Findet defekte URLs in ganzen Nischen
  • Check My Links (Chrome Extension): Schnell defekte Links auf einer Seite finden
  • Hunter.io: E-Mail-Adressen zu Domains finden
  • Mailshake / Lemlist: Outreach-E-Mails skaliert versenden

Realistisches Volumen: 20–30 Kontaktaufnahmen pro Woche mit gutem Content führen zu 2–4 neuen Links pro Woche – über Monate hinweg ein solider Link-Aufbau.

Häufige Fehler

Schlechten Ersatz-Content anbieten: Wenn der Ersatz schlechter als das Original ist, wird er nicht verlinkt. Qualität ist nicht verhandelbar.

Zu schnell aufgeben: Die meisten E-Mails werden nicht beantwortet – das ist normal. Eine Antwortrate von 10 % ist gut, nicht schlecht.

Irrelevante Seiten kontaktieren: Einen Link von einem branchenfremden Blog zu erhalten ist weniger wertvoll als von einer thematisch passenden Seite. Qualität vor Quantität.

Mehr zu Linkbuilding finden Sie in unserem Artikel über Linkbuilding-Strategien 2025.

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