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SEO Grundlagen

Image SEO: Bilder für die Google-Suche optimieren

4 Min. Lesezeit

Bilder sind mehr als visuelle Elemente auf einer Webseite – sie sind ein eigener SEO-Kanal. Google Bilder generiert erheblichen Traffic für viele Websites, und gut optimierte Bilder stärken auch die Rankings in der normalen Suche. Gleichzeitig können falsch eingebundene Bilder Ladezeiten erheblich verschlechtern. Dieser Artikel zeigt alle wichtigen Aspekte von Image SEO.

Alt-Texte: Das wichtigste Bild-SEO-Element

Alt-Texte (Alternative Texte) erfüllen zwei Funktionen:

Barrierefreiheit: Screenreader lesen Alt-Texte vor – sie beschreiben das Bild für sehbeeinträchtigte Nutzer.

SEO: Google kann Bilder nicht direkt „sehen” – es verlässt sich auf Alt-Text, Dateinamen, Kontext und umliegenden Text um den Bildinhalt zu verstehen.

Gute Alt-Texte:

<!-- Gut: Beschreibend, keyword-nah, natürlich -->
<img src="zahnarzt-praxis-nuernberg.webp"
     alt="Behandlungszimmer in der Zahnarztpraxis Nürnberg Mitte">

<!-- Schlecht: Keyword-Stuffing -->
<img src="img123.jpg"
     alt="Zahnarzt Nürnberg Zahnarztpraxis Nürnberg günstig Zahnarzt">

<!-- Schlecht: Nichtssagend -->
<img src="photo.jpg" alt="Bild" width="800" height="600">

Faustregel: Alt-Text beschreibt was im Bild zu sehen ist – kurz, präzise, natürlich. Maximal 125 Zeichen. Kein Keyword-Stuffing.

Websites mit konsequent beschreibenden Alt-Texten erzielen in der Google Bildersuche bis zu 3-mal mehr Sichtbarkeit als Websites mit leeren oder generischen Alt-Texten – was zusätzlichen organischen Traffic bringt.

Dateinamen: Keyword-Signale vor dem Upload

Dateinamen sind ein weiteres Signal für Google:

❌ DSC_0324.jpg
❌ image001.png
✅ zahnarztpraxis-nuernberg-behandlungszimmer.webp
✅ wordpress-seo-checkliste-2025.webp

Benennen Sie Bilder beschreibend mit Bindestrichen (keine Leerzeichen, keine Unterstriche) und einem relevanten Keyword. Das ist eine kleine Maßnahme mit messbarem Effekt auf die Bildsuche.

Bildformate und Komprimierung

WebP (empfohlen): 25–35 % kleinere Dateigrößen als JPEG bei gleicher Qualität. Alle modernen Browser unterstützen WebP. Seit WordPress 5.8 native Unterstützung.

AVIF (zukunftssicher): Noch effizienterer Kompression als WebP. Browser-Unterstützung wächst. Noch nicht überall verbreitet.

JPEG: Für Fotos gut geeignet, aber größer als WebP. Nutzen als Fallback.

PNG: Für Grafiken mit Transparenz. Bilder mit realistischen Fotos nie als PNG speichern – viel zu groß.

SVG: Für Logos, Icons, einfache Grafiken. Skaliert verlustfrei und oft kleiner als PNG.

Konvertieren Sie alle Bilder vor dem Upload in WebP. In WordPress nutzen Sie das Plugin ShortPixel oder EWWW Image Optimizer für automatische WebP-Konvertierung und Komprimierung. Zielgröße: unter 100 KB für normale Contentbilder, unter 200 KB für Hintergrundbilder.

Bildgrößen und Responsive Images

Moderne Websites benötigen Bilder in verschiedenen Größen für verschiedene Geräte. Das HTML srcset-Attribut ermöglicht responsive Bilder:

<img
  src="bild-800w.webp"
  srcset="bild-400w.webp 400w,
          bild-800w.webp 800w,
          bild-1200w.webp 1200w"
  sizes="(max-width: 600px) 400px,
         (max-width: 1200px) 800px,
         1200px"
  alt="Beschreibender Alt-Text"
  width="800"
  height="600">

Das width und height Attribut muss gesetzt sein um CLS (Cumulative Layout Shift) zu vermeiden – der Browser reserviert den richtigen Platz bevor das Bild geladen ist.

Image SEO in WordPress

Yoast SEO: Analysiert Alt-Texte und warnt wenn das Fokus-Keyword fehlt.

Automatische WebP-Konvertierung: ShortPixel, EWWW Image Optimizer oder Imagify konvertieren und komprimieren Bilder automatisch.

Medien-Bibliothek bereinigen: Duplizierte oder nie verwendete Bilder erhöhen Speicherverbrauch und können Backup-Zeiten verlängern. Medie Cleaner entfernt unused Anhänge.

Bilder in der Google-Suche: Google Lens und Bildsuche

Google Lens ermöglicht visuelle Suche – Nutzer fotografieren ein Objekt und Google erkennt es. Das ist besonders relevant für:

  • E-Commerce (Produkte fotografieren, ähnliche finden)
  • Restaurants (Gerichte visuell identifizieren)
  • Lokale Unternehmen (Außenansicht fotografieren)

Für E-Commerce relevant: Produktbilder mit korrekten Alt-Texten, Produktnamen im Dateinamen und Schema.org-Produktmarkup werden in der visuellen Suche besser gefunden.

Structured Data für Bilder

Schema.org-Markup hilft Google Bilder im Kontext zu verstehen:

{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "ImageObject",
  "url": "https://domain.de/bild.webp",
  "description": "Beschreibung des Bildes",
  "caption": "Bildunterschrift"
}

Für Artikel: image Eigenschaft im Article-Markup auf das Hauptbild setzen.

E-Commerce-Websites die konsequent Alt-Texte, Dateinamen und WebP-Format für Produktbilder einsetzen, erzielen in der Google Bildersuche bis zu 45 % mehr Impressionen – was direkten Einfluss auf den Produkttraffic hat.

Mehr zu SEO-Grundlagen finden Sie in unserem Artikel über On-Page SEO.

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