Ein Unternehmen das in mehreren Städten tätig ist, hat ein SEO-Problem: Eine einzige Startseite kann nicht gleichzeitig für „Elektriker Nürnberg”, „Elektriker Fürth” und „Elektriker Erlangen” gut ranken. Die Lösung sind lokale Landingpages – eigene Unterseiten für jede Stadt oder Region. Richtig gemacht, erschließen sie mehrere lokale Märkte gleichzeitig. Falsch gemacht, sind sie Duplicate Content der schadet statt nützt.
Was lokale Landingpages sind
Eine lokale Landingpage ist eine eigenständige Seite Ihrer Website, die auf eine spezifische Stadt oder Region ausgerichtet ist. Sie hat eine eigene URL (zum Beispiel /elektriker-fuerth/), eigenen Inhalt und eigene Meta-Daten.
Ziel: Bei Suchanfragen wie „[Leistung] [Stadtname]” auf der ersten Seite erscheinen – auch für Städte die nicht Ihr Hauptstandort sind.
Unternehmen mit lokalisierten Landingpages für ihr Einzugsgebiet erzielen durchschnittlich 3-mal mehr organischen Traffic aus Umgebungsstädten als Unternehmen mit nur einer allgemeinen Seite.
Was eine lokale Landingpage enthalten muss
Echter, lokaler Inhalt. Das ist der entscheidende Punkt. Nicht eine Kopie der Hauptseite mit ausgetauschtem Stadtnamen – das ist Duplicate Content und schadet. Jede Seite braucht echten Mehrwert:
- Spezifische Referenzen oder Projekte aus dieser Stadt
- Lokale Besonderheiten die für diese Region relevant sind
- Anfahrtsbeschreibung oder Karte (wenn Kunden zu Ihnen kommen)
- Lokale Kontaktmöglichkeit (wenn vorhanden)
- Erwähnung des Stadtteils, Landkreises oder bekannter lokaler Orientierungspunkte
Optimierter Meta-Titel. Enthält Leistung + Stadtname: „Elektriker Fürth – Installationen & Notdienst”
H1 mit lokalem Keyword. „Ihr Elektriker in Fürth und Umgebung”
NAP-Daten. Name, Adresse, Telefon – konsistent mit Ihrem Google Business Profile.
Befragen Sie Ihre Mitarbeiter oder Kunden aus den jeweiligen Städten nach lokalen Besonderheiten. „Wir sind regelmäßig in der Südstadt und im Gostenhof für Installationsprojekte tätig" ist echter lokaler Content – kein Marketing-Text. Diese kleinen Details machen den Unterschied zwischen einer echten lokalen Seite und einem Duplicate-Content-Problem.
Wie viele Landingpages machen Sinn?
Das hängt von Ihrem tatsächlichen Einzugsgebiet und dem Wettbewerb ab. Grundregeln:
Nur Städte anlegen in denen Sie wirklich tätig sind. Eine Landingpage für eine Stadt in der Sie keine Kunden haben, wirkt unglaubwürdig und kann als Spam eingestuft werden.
Qualität vor Quantität. Drei gut ausgearbeitete Landingpages bringen mehr als zwanzig dünne Kopien.
Wettbewerb berücksichtigen. In Großstädten mit vielen Mitbewerbern ist der Aufwand größer als in kleinen Umlandgemeinden.
Was lokale Landingpages nicht sind
Kein Stadtname-Spam. Seiten die nur den Stadtnamen in einen Standard-Text einfügen werden von Google erkannt und nicht belohnt. „Wenn Sie einen Elektriker in Fürth suchen, sind Sie bei uns genau richtig” ist kein lokaler Content.
Kein automatisch generierter Masseninhalt. Manche Agenturen erstellen hunderte lokale Seiten per Skript – mit leicht variiertem Text und ausgetauschten Ortsnamen. Google bewertet das als Thin Content und kann die gesamte Website dafür bestrafen.
Keine Seiten für Orte ohne Relevanz. Eine Reinigungsfirma aus Nürnberg die Landingpages für München, Hamburg und Berlin anlegt ohne dort tätig zu sein, sendet Google falsche Signale.
Interne Verlinkung für lokale Seiten
Verlinken Sie lokale Landingpages von der Hauptseite, von der Über-uns-Seite und voneinander. Eine interne Struktur die alle lokalen Seiten verbindet, hilft Google das Einzugsgebiet zu verstehen und stärkt die Seiten durch Link Juice.
Eine Seite „Unser Einzugsgebiet” oder „Leistungen in der Region” kann als Hub dienen der alle lokalen Seiten auflistet und verlinkt.
Lokale Landingpages ohne interne Verlinkung werden von Google langsamer gecrawlt und bewertet – die Verlinkung aus der Navigation oder anderen Seiten ist entscheidend für die Indexierung.