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Google Business: Produkte und Dienste eintragen

30. März 2026 · 7 Min. Lesezeit

Viele Unternehmen haben ein Google Business Profil – aber nutzen nur einen Bruchteil der verfügbaren Funktionen. Eine der wirkungsvollsten und gleichzeitig am wenigsten genutzten Funktionen ist der Produktkatalog. Damit können Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen direkt im Google-Profil präsentieren, mit Bildern, Beschreibungen und Preisen. Dieser Artikel zeigt wie Sie diese Funktion einrichten und für mehr lokale Sichtbarkeit nutzen.

Produkte vs. Dienstleistungen im Profil

Google unterscheidet zwei Bereiche in Ihrem Google Business Profil: Produkte und Dienstleistungen. Beide haben unterschiedliche Funktionen und Einsatzzwecke.

Produkte sind die sichtbarere Variante. Sie erscheinen als Kacheln mit Bild, Titel, Preis und Beschreibung direkt in Ihrem Profil. Nutzer können durch Ihre Produkte scrollen wie durch einen Mini-Shop. Produkte eignen sich nicht nur für physische Waren – auch Dienstleistungspakete, Kurse oder Mitgliedschaften lassen sich als Produkt anlegen.

Dienstleistungen sind schlichter: eine Liste von Leistungen, gruppiert in Kategorien. Keine Bilder, keine Preise – nur Name und optionale Beschreibung. Google nutzt diese Liste um zu verstehen was Ihr Unternehmen anbietet und zeigt Sie bei passenden Suchanfragen.

Profile mit eingetragenen Produkten erhalten bis zu 35 % mehr Klicks als Profile ohne Produkteinträge. Der Grund: Nutzer sehen sofort was Sie anbieten, ohne erst auf Ihre Website klicken zu müssen.

Produkte anlegen: Schritt für Schritt

So legen Sie Produkte in Ihrem Google Business Profil an:

  • Öffnen Sie Ihr Profil in der Google-Suche oder über business.google.com
  • Klicken Sie auf „Profil bearbeiten” → „Produkte”
  • Wählen Sie „Produkt hinzufügen”
  • Füllen Sie die Felder aus: Produktname, Kategorie, Preis (optional), Beschreibung, Foto
  • Klicken Sie auf „Speichern”

Jedes Produkt braucht mindestens einen Namen und eine Kategorie. Aber je mehr Felder Sie ausfüllen, desto besser. Besonders wichtig sind das Foto und die Beschreibung.

Tipps für die Produkteinträge:

  • Verwenden Sie aussagekräftige Produktfotos mit guter Beleuchtung und neutralem Hintergrund. Keine Stockfotos – Google erkennt und bestraft das.
  • Schreiben Sie die Beschreibung aus Kundensicht. Nicht „Premium-Haarschnitt Herren” sondern „Herrenhaarschnitt mit Waschen, Schneiden und Styling – ca. 30 Minuten.”
  • Nutzen Sie relevante Keywords in Produktname und Beschreibung. Ein Friseur trägt nicht „Paket A” ein, sondern „Damenhaarschnitt mit Färben Nürnberg”.
  • Geben Sie Preise an wenn möglich. Preistransparenz schafft Vertrauen und filtert unpassende Anfragen.

Praxis-Tipp: Gruppieren Sie Ihre Produkte in Kategorien. Ein Restaurant könnte „Mittagsmenü", „Abendkarte" und „Catering" als Kategorien anlegen. So finden Nutzer schneller was sie suchen.

Dienstleistungen richtig kategorisieren

Der Dienstleistungsbereich funktioniert anders als der Produktkatalog. Google schlägt basierend auf Ihrer primären Geschäftskategorie eine Liste von Dienstleistungen vor. Sie können diese übernehmen, anpassen oder eigene hinzufügen.

So tragen Sie Dienstleistungen ein:

  • Öffnen Sie Ihr Profil → „Profil bearbeiten” → „Dienstleistungen”
  • Google zeigt vorgeschlagene Dienstleistungen basierend auf Ihrer Kategorie
  • Haken Sie passende Vorschläge an oder klicken Sie auf „Benutzerdefinierte Dienstleistung hinzufügen”
  • Fügen Sie eine kurze Beschreibung hinzu (max. 300 Zeichen)

Die Beschreibungen sind besonders wertvoll für SEO. Google nutzt diesen Text um zu verstehen für welche Suchanfragen Ihr Profil relevant ist. Ein Rechtsanwalt der „Arbeitsrecht, Kündigungsschutz, Abfindungsverhandlung” als Dienstleistungen einträgt, wird bei entsprechenden Suchanfragen eher angezeigt als einer der nur „Rechtsberatung” eingetragen hat.

SEO-Wirkung der Produkteinträge

Produkte und Dienstleistungen im Google Business Profil haben einen direkten Einfluss auf Ihre Sichtbarkeit in der lokalen Suche. Google verwendet diese Informationen auf mehreren Ebenen:

Keyword-Relevanz – Die Texte in Ihren Produktnamen und Beschreibungen werden von Google indexiert. Wenn jemand nach „Hochzeitstorte Nürnberg” sucht und Ihre Konditorei ein Produkt mit diesem Namen hat, steigt die Chance auf eine Anzeige.

Profil-Vollständigkeit – Google bevorzugt vollständige Profile. Produkte und Dienstleistungen sind ein wichtiger Baustein. Je vollständiger Ihr Profil, desto häufiger wird es angezeigt.

Engagement-Signale – Wenn Nutzer auf Ihre Produkte klicken, durch den Katalog scrollen oder auf „Mehr erfahren” klicken, sendet das positive Signale an Google. Mehr Interaktion bedeutet mehr Relevanz.

Unternehmen mit vollständig ausgefülltem Produktkatalog erscheinen bei 2–3 Mal so vielen Suchanfragen wie Unternehmen ohne Produkteinträge. Das liegt daran, dass Google mehr Kontext hat um Ihr Profil relevanten Suchen zuzuordnen.

Häufige Fehler beim Anlegen

Diese Fehler sehe ich regelmäßig bei Unternehmen die Produkte im Google Business Profil anlegen:

Kein Foto hochgeladen. Ein Produkt ohne Bild wird kaum wahrgenommen. Investieren Sie 5 Minuten pro Produkt um ein brauchbares Foto zu machen – selbst ein Smartphone-Foto ist besser als gar keins.

Interne Bezeichnungen statt Kundensprache. „Service-Paket Premium Plus” sagt einem Kunden nichts. „Komplett-Reinigung Haus bis 120m² – inkl. Fenster” ist verständlich und enthält relevante Keywords.

Veraltete Einträge. Produkte die es nicht mehr gibt oder saisonale Angebote die längst vorbei sind – das wirkt unprofessionell und verwirrt Kunden.

Keine Verlinkung zur Website. Jedes Produkt kann einen Button mit Link enthalten. Nutzen Sie das um Interessenten auf die passende Unterseite Ihrer Website zu leiten. Das verbessert nicht nur die Nutzererfahrung, sondern auch Ihre Conversion-Rate.

Produkte regelmäßig aktualisieren

Einmal anlegen und vergessen ist der häufigste Fehler. Google bevorzugt aktive Profile – und dazu gehört die regelmäßige Aktualisierung Ihrer Produkteinträge.

Was Sie regelmäßig prüfen sollten:

  • Preise noch aktuell?
  • Saisonale Angebote ergänzt oder entfernt?
  • Neue Produkte oder Dienstleistungen hinzugefügt?
  • Fotos noch ansprechend oder brauchen sie ein Update?
  • Beschreibungen noch korrekt?

Ein guter Rhythmus: einmal pro Monat alle Produkteinträge durchgehen. Das dauert bei den meisten Unternehmen 15–20 Minuten. Nutzen Sie die Gelegenheit um auch neue Google-Posts zu veröffentlichen – das signalisiert Google dass Ihr Profil aktiv gepflegt wird.

Gut zu wissen: Google kann Produkteinträge ablehnen die gegen die Richtlinien verstoßen – etwa Produkte mit irreführenden Preisen, verbotene Inhalte oder Einträge die nur aus Keywords bestehen. Schreiben Sie für Menschen, nicht für den Algorithmus.

Branchenbeispiele für Produkteinträge

Wie sehen gute Produkteinträge in der Praxis aus? Hier einige Beispiele für verschiedene Branchen:

Friseur: „Balayage Färbetechnik – Natürliche Farbverläufe für mittellanges bis langes Haar. Inkl. Waschen, Pflege und Föhnen. Ab 120 €.” Dazu ein Vorher-Nachher-Foto.

Handwerker: „Bad-Komplettsanierung – Planung, Demontage, Fliesen, Sanitär und Elektro aus einer Hand. Festpreisangebot nach Aufmaß.” Foto eines fertig sanierten Badezimmers.

Restaurant: „Business Lunch Menü – Täglich wechselndes 2-Gänge-Menü. Mo–Fr, 11:30–14:00 Uhr. 12,90 €.” Foto des aktuellen Gerichts.

Steuerberater: „Einkommensteuererklärung Arbeitnehmer – Komplette Erstellung und elektronische Übermittlung. Ab 150 € je nach Komplexität.” Kein Foto nötig – hier reicht eine klare Beschreibung.

Der gemeinsame Nenner: konkret, verständlich, mit Preis und einem klaren Nutzenversprechen. Vermeiden Sie vage Formulierungen wie „individuelle Beratung” oder „maßgeschneiderte Lösungen” – das sagt dem Suchenden nichts Konkretes.

Produkte für saisonale Angebote nutzen

Der Produktkatalog eignet sich hervorragend für saisonale und zeitlich begrenzte Angebote. Ein Blumenladen kann im Februar Valentinstag-Sträuße einstellen, ein Steuerberater im Januar Pakete für die Steuererklärung.

Saisonale Produkte haben zwei Vorteile: Sie zeigen dass Ihr Profil aktiv gepflegt wird (ein positives Signal für Google), und sie fangen saisonale Suchanfragen ab. Wer im Dezember „Weihnachtsmenü Nürnberg” sucht und Ihr Restaurant hat genau das als Produkt eingetragen, landet direkt bei Ihnen.

Wichtig: Entfernen Sie saisonale Produkte nach dem Ende der Saison wieder. Ein Oster-Angebot das im Juni noch im Profil steht wirkt nachlässig und schadet dem Vertrauen.

Produkte und Ihre Website verbinden

Der Produktkatalog im Google Business Profil ersetzt nicht Ihre Website – er ergänzt sie. Idealerweise arbeiten beide zusammen:

  • Jedes Produkt im Google-Profil verlinkt auf die passende Unterseite Ihrer Website
  • Ihre Website enthält strukturierte Daten (Schema.org Product oder Service) für die gleichen Produkte und Dienstleistungen
  • Preise und Beschreibungen sind auf beiden Plattformen konsistent
  • Neue Produkte werden zuerst auf der Website angelegt, dann im Google-Profil

Diese Konsistenz ist wichtig. Wenn ein Kunde im Google-Profil einen Preis von 49 € sieht und auf der Website steht 59 €, verlieren Sie Vertrauen. Halten Sie beide Quellen synchron.

Profile mit verlinkten Produktseiten auf der eigenen Website erzielen eine um 20 % höhere Conversion-Rate als Profile die nur auf die Startseite verlinken. Der Grund: der Nutzer landet direkt bei dem was ihn interessiert, ohne sich durch die Navigation klicken zu müssen.

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