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Local SEO

Google Business Profile: Einrichten und optimieren

18. März 2026 · 6 Min. Lesezeit

Wenn jemand in Ihrer Stadt nach Ihrem Angebot sucht, erscheinen drei Ergebnisse ganz oben - noch vor den organischen Suchergebnissen: das sogenannte Local Pack. Wer dort erscheint, bekommt die meisten Anrufe, die meisten Website-Besuche und die meisten Kunden. Die Grundlage dafür ist ein vollständig ausgefülltes und optimiertes Google Business Profile. Es ist kostenlos, von Google selbst, und für lokale Unternehmen das wichtigste SEO-Instrument überhaupt.

Dieser Artikel zeigt Ihnen Schritt für Schritt wie Sie Ihr Profil einrichten, optimieren und langfristig pflegen.

Was Google Business Profile ist

Google Business Profile (früher Google My Business) ist der Dienst, über den Unternehmen ihren Eintrag in Google Maps und in den Suchergebnissen verwalten. Wenn Sie nach einem Unternehmen suchen und rechts in der Suche eine Infobox erscheint - mit Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten und Bewertungen - dann ist das ein Google Business Profile.

Ein großer Teil der Google-Suchen zielt auf etwas in der Nähe - Menschen suchen nach Produkten und Dienstleistungen in ihrem Umkreis. Die verbreitete Zahl von 46 Prozent geht auf eine Bemerkung eines Google-Mitarbeiters auf einer Konferenz 2018 zurück, veröffentlicht hat Google sie nie. Wer kein optimiertes Profil hat, verschenkt diesen Traffic trotzdem komplett.

Schritt 1: Profil anlegen oder beanspruchen

Falls Sie noch kein Profil haben, gehen Sie auf business.google.com und legen Sie einen neuen Eintrag an. Suchen Sie vorher nach Ihrem Unternehmen - manchmal hat Google bereits automatisch einen Eintrag erstellt, den Sie nur noch beanspruchen müssen.

Die Verifizierung läuft meist per Postkarte (Google sendet einen Code an Ihre Geschäftsadresse), in manchen Fällen per Telefon oder E-Mail. Ohne Verifizierung wird Ihr Profil nicht in den Suchergebnissen angezeigt.

Wenn Sie mehrere Standorte haben, legen Sie für jeden Standort ein eigenes Profil an. Google verknüpft die Profile automatisch mit Ihrem Unternehmenskonto und zeigt je nach Standort des Suchenden das passende Profil an.

Schritt 2: Grunddaten vollständig ausfüllen

Google bewertet die Vollständigkeit eines Profils als Rankingfaktor. Je mehr Informationen Sie hinterlegen, desto wahrscheinlicher erscheint Ihr Profil im Local Pack. Diese Felder sind Pflicht:

  • Unternehmensname - exakt so wie Ihr offizieller Name lautet, ohne Keyword-Ergänzungen
  • Kategorie - die primäre Kategorie ist besonders wichtig, wählen Sie die spezifischste verfügbare
  • Adresse - vollständig und identisch mit allen anderen Online-Einträgen (mehr dazu im Artikel über NAP-Konsistenz)
  • Telefonnummer - lokale Nummer bevorzugen, keine 0800-Nummern
  • Website - Ihre Hauptdomain mit Trailing Slash
  • Öffnungszeiten - vollständig, inkl. Feiertage und Sonderzeiten

Schritt 3: Die richtige Kategorie wählen

Die Hauptkategorie ist der stärkste Rankingfaktor in Ihrem Profil. Google vergleicht sie mit dem, was Nutzer suchen. Wählen Sie die spezifischste Kategorie die Ihr Hauptangebot beschreibt - nicht die allgemeinste.

Beispiel: Ein Zahnarzt wählt „Zahnarzt" statt „Arzt". Ein Elektriker wählt „Elektriker" statt „Handwerker". Je präziser, desto relevanter erscheint Ihr Profil für die richtigen Suchanfragen.

Zusatzkategorien können Sie ergänzend hinzufügen - zum Beispiel „Notfalldienst" oder „Zahnarzt für Kinder". Sie sind weniger gewichtig als die Hauptkategorie, helfen aber bei spezifischeren Suchanfragen.

Schritt 4: Beschreibung mit Mehrwert

Die Unternehmensbeschreibung hat maximal 750 Zeichen. Nutzen Sie sie - aber nicht als Keyword-Liste. Schreiben Sie für den Nutzer: Was bieten Sie an, warum sollte jemand genau Sie wählen, was unterscheidet Sie von der Konkurrenz?

Wichtige Keywords sollten natürlich vorkommen - wie Sie die richtigen lokalen Keywords finden, erklären wir separat. Aber Google erkennt und bestraft Keyword-Stuffing auch hier.

Schreiben Sie die Beschreibung so, als würden Sie einem Interessenten in einem Satz erklären was Sie tun. Dann erweitern Sie um Alleinstellungsmerkmale und einen lokalen Bezug. Das ist authentischer und wirkt besser als aufgelistete Keywords.

Schritt 5: Fotos - unterschätzt und entscheidend

Die oft zitierten „42 Prozent mehr Wegbeschreibungen" stehen auf keiner Google-Seite, die man heute noch aufrufen kann. Belegt ist etwas anderes: BrightLocal hat für die Google My Business Insights Study die Daten von 45.264 Einträgen ausgewertet. Einträge mit nur einem einzigen Foto bekamen 65 % weniger Website-Klicks als der Durchschnitt, der bei elf Fotos liegt. Das ist eine Korrelation, kein Beweis für Ursache und Wirkung, aber die Richtung ist eindeutig.

Was Sie hochladen sollten:

  • Logo - quadratisch, mindestens 250×250 px
  • Titelbild - zeigt Ihr Unternehmen oder Team, 1332×750 px empfohlen
  • Innenfotos - Ihre Räumlichkeiten, einladend und hell fotografiert
  • Außenfotos - damit Kunden Ihr Gebäude finden
  • Teamfotos - schaffen Vertrauen und Nähe
  • Produkt- oder Leistungsfotos - was Sie konkret anbieten

Laden Sie regelmäßig neue Fotos hoch - Aktivität im Profil ist ein positives Signal für Google.

Schritt 6: Beiträge veröffentlichen

Google Business Beiträge sind kurze Updates, die direkt im Profil erscheinen. Sie können damit auf Angebote, Neuigkeiten, Veranstaltungen oder neue Leistungen hinweisen. Beiträge sind nach sieben Tagen nicht mehr sichtbar - posten Sie also regelmäßig.

Beiträge beeinflussen das Ranking nicht direkt, erhöhen aber die Interaktion mit Ihrem Profil - und das nimmt Google als positives Signal wahr.

Schritt 7: Bewertungen aktiv managen

Bewertungen sind der stärkste Vertrauensfaktor im Local Pack. Google gewichtet sowohl die Anzahl als auch die Aktualität der Bewertungen - ein Profil mit 50 aktuellen Bewertungen rankt deutlich besser als eines mit 200 veralteten.

Bitten Sie zufriedene Kunden aktiv um eine Bewertung - am besten mit einem direkten Link zu Ihrem Profil. Und antworten Sie auf jede Bewertung, ob positiv oder negativ. Das zeigt Google und den Suchenden, dass Ihr Unternehmen aktiv ist.

Der Abstand ist dabei kleiner, als oft behauptet wird. BrightLocal hat für die Google Reviews Study 93.845 lokale Unternehmen ausgewertet: Die Top 3 kamen im Schnitt auf 47 Bewertungen, die Plätze 7 bis 10 auf 38. Bewertungen sind also ein Faktor, aber keiner, der ein Ranking allein trägt.

Was Google Business Profile nicht ersetzt

Ein optimiertes Profil ist notwendig, aber nicht ausreichend. Google bewertet für das Local Pack drei Faktoren:

  • Relevanz - wie gut passt Ihr Profil zur Suchanfrage
  • Entfernung - wie nah ist Ihr Unternehmen am Standort des Suchenden
  • Bekanntheit - wie bekannt und verlinkt ist Ihr Unternehmen online

Den Faktor Entfernung können Sie nicht beeinflussen. Relevanz steuern Sie über Kategorie, Beschreibung und Keywords. Bekanntheit steigern Sie über lokale Backlinks, Brancheneinträge und eine gut optimierte Website. Welche Google Maps Ranking-Faktoren im Detail entscheiden, erfahren Sie in unserem Leitfaden.

Ein vollständiges Google Business Profile ist der erste Schritt - die Basis. Wer im Local Pack dauerhaft ganz oben erscheinen möchte, braucht eine durchdachte Local SEO Strategie die alle drei Faktoren adressiert.

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