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Webentwicklung

Webhosting: Warum teurer nicht immer besser ist

7 Min. Lesezeit

Managed WordPress Hosting, Cloud-Server, CDN, Edge Caching, Redis-Object-Cache – die Hosting-Branche verkauft Komplexität als Feature. Je mehr Buzzwords auf der Produktseite, desto besser muss das Hosting sein. Oder?

Unsere Erfahrung nach vielen Jahren mit verschiedenen Hostern und zahlreichen Kundenprojekten sagt etwas anderes: Für die allermeisten Firmenwebsites reicht ein solides deutsches Shared-Hosting-Paket. Kein CDN, kein spezielles Caching, keine komplizierten Setups.

In diesem Artikel teilen wir unsere ehrliche Erfahrung mit Strato, Hostpress, Raidboxes und All-Inkl (Werbelink) – und erklären, warum wir bei Letzterem gelandet sind.

Was eine Firmenwebsite wirklich braucht

Bevor man Hosting-Pakete vergleicht, lohnt sich die Frage: Was braucht eine typische Firmenwebsite eigentlich?

  • Zuverlässiges Hosting. Schnelle Server-Antwortzeiten, Verfügbarkeit nahe 100 %.
  • Domain-Verwaltung. Mindestens eine Domain inklusive, weitere günstig hinzubuchbar.
  • E-Mail-Postfächer. Wird bei der Hoster-Wahl erstaunlich oft vergessen – und dann wird es teuer.
  • SSL-Zertifikat. Let’s Encrypt, automatisch erneuert, kostenlos.
  • Guter Support. Wenn um 22 Uhr die Website nicht erreichbar ist, will man jemanden anrufen können.

Das wars. Kein Kubernetes, kein Auto-Scaling, kein Redis-Cache, kein Staging-Environment mit One-Click-Deployment. Diese Features sind für Entwicklerteams und komplexe Web-Apps relevant – nicht für eine Zahnarztpraxis, eine Anwaltskanzlei oder eine Agentur wie uns.

Unsere Erfahrung mit verschiedenen Hostern

Wir betreuen Kundenprojekte auf verschiedenen Hosting-Plattformen und haben über die Jahre einen guten Überblick gewonnen. Hier unsere ehrliche Einschätzung.

Strato

Großer deutscher Anbieter, günstige Einstiegspreise, bekannt durch viel Werbung. Strato bietet mittlerweile ein solides Gesamtpaket mit Telefon-Support und WordPress-Verwaltung. Unsere Erfahrung mit der Server-Performance war allerdings durchwachsen – bei manchen Kundenprojekten haben wir längere Antwortzeiten gemessen als bei anderen Hostern. Das Verwaltungs-Backend wirkt zudem etwas in die Jahre gekommen. Für einfache Websites funktioniert Strato, für unsere Ansprüche an Performance und Bedienbarkeit war es auf Dauer nicht die richtige Wahl.

Hostpress und Raidboxes

Die Premium-Alternative: Managed WordPress Hosting mit serverseitigem Caching, automatischen Updates, täglichen Backups und optimierter Server-Konfiguration speziell für WordPress. Die Performance ist spürbar besser als bei Standard-Shared-Hosting – wenn man WordPress nutzt.

Aber: E-Mail ist oft nicht inklusive. Bei Hostpress braucht man einen separaten E-Mail-Dienst – zusätzliche Kosten, zusätzliche Verwaltung. Dazu kommt der Vendor Lock-in auf WordPress: Wer auf ein anderes CMS oder ein statisches Framework wechselt, kann den Managed-Vorteil nicht mitnehmen. Und die Preise starten bei 25–30 € pro Monat – für ein Paket, das in Summe weniger bietet als ein deutlich günstigeres Shared-Hosting.

All-Inkl

Solides Shared Hosting aus Deutschland, seit über 20 Jahren am Markt. Kein schickes Marketing, keine Influencer-Kampagnen – dafür ein Gesamtpaket, das für Firmenwebsites kaum Wünsche offen lässt: Domains, E-Mail, SSL, SSH, Cronjobs, PHP, MySQL – alles in einem Paket, eine Rechnung.

Warum wir bei All-Inkl geblieben sind

Nach dem Vergleich verschiedener Hoster ist All-Inkl der Anbieter, auf den wir immer wieder zurückkommen. Was uns überzeugt hat:

  • Support rund um die Uhr. 24/7 Telefon-Support mit echten Menschen – kein Chatbot, kein Ticket-System. Als bei einem Kundenprojekt freitagabends ein SSL-Zertifikat Probleme machte, haben wir angerufen und hatten das Problem in wenigen Minuten gelöst. Für einen Hoster in dieser Preisklasse ist das außergewöhnlich.
  • Null Ausfälle. In unserer gesamten Nutzungszeit hatten wir keinen einzigen Serverausfall. Die Websites sind erreichbar, die E-Mails werden zugestellt. Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht.
  • Preis-Leistung. Das PrivatPlus-Paket ab ca. 8 € pro Monat enthält alles, was eine Firmenwebsite braucht – inklusive E-Mail, SSL und mehrerer Domains. Dafür bekommt man bei Managed-WordPress-Hostern nicht mal das Einstiegspaket.
  • Keine versteckten Kosten. Keine Preiserhöhung nach dem ersten Jahr, keine Features die nach einem Free-Trial verschwinden, keine aggressive Upselling-Strategie im Backend.

Praxis-Tipp: Wenn Sie eine Firmenwebsite hosten wollen und nicht sicher sind welches Paket: Das PrivatPlus-Paket von All-Inkl reicht für die allermeisten Firmen-, Praxis- und Agentur-Websites völlig aus. Wir setzen es für den Großteil unserer Kundenprojekte ein.

Auch unser Kontaktformular per SMTP läuft direkt über den All-Inkl-Mailserver – ohne externen Dienst, ohne zusätzliche Kosten.

Performance ohne CDN und Caching-Tricks

Unsere Website seofx.de basiert auf Astro und wird als statisches HTML bei All-Inkl ausgeliefert. Kein CDN, kein Varnish-Cache, kein Redis, kein Cloudflare davor. Trotzdem erreichen wir regelmäßig einen PageSpeed-Score von über 95 auf Mobilgeräten.

Testen Sie selbst: Geben Sie seofx.de bei Google PageSpeed Insights ein. Stand 03.03.2026 ist unsere Website bei All-Inkl gehostet – ohne jede Performance-Optimierung auf Hosting-Ebene.

Warum das funktioniert? Weil Performance nicht beim Hosting anfängt, sondern bei der Website selbst. 0 externe Scripts, 0 Cookies, unter 500 KB pro Seite – das ist schneller als jede WordPress-Installation mit Caching-Plugin auf einem 50-Euro-Managed-Server.

Aber natürlich hat nicht jeder eine schlanke statische Website. Auch größere WordPress-Projekte, TYPO3-Installationen oder Foren-Software laufen auf All-Inkl problemlos – das meiste davon lässt sich über den Installer mit wenigen Klicks einrichten. Entscheidend ist nicht das Hosting, sondern wie die Website selbst gebaut ist: ohne aufgeblähte Themes, ohne zwanzig Plugins, ohne externe Scripts die den Seitenaufbau blockieren.

Wer verstehen will, warum wir keine externen Scripts brauchen: Unsere Artikel über Websites ohne Cookie-Banner und den Verzicht auf Google Analytics erklären den Hintergrund.

Gut zu wissen: Ein CDN lohnt sich vor allem für Websites mit internationalem Publikum oder sehr vielen großen Bildern. Für eine deutschsprachige Firmenwebsite mit regionaler Zielgruppe ist ein schneller deutscher Server oft näher am Besucher als ein CDN-Edge-Server – und deutlich weniger komplex.

Der Minimalismus-Ansatz zieht sich durch unser gesamtes Setup: Kein CDN, kein Caching-Plugin, kein externes Monitoring. Weniger Abhängigkeiten bedeutet weniger Fehlerquellen, weniger Wartung und weniger Kosten. Die Zeit, die wir nicht mit Hosting-Optimierung verbringen, stecken wir in das, wofür unsere Kunden uns bezahlen: ihre Websites bei Google auf Platz 1 zu bringen.

Für wen eignet sich welcher Hoster?

Nicht jeder Hoster passt für jedes Projekt. Eine ehrliche Einordnung:

KriteriumAll-InklHostpress / RaidboxesStratoCloud (AWS, Hetzner)
Preis / MonatAb ~5 €Ab ~25 €Ab ~4 €Ab ~5 € + Aufwand
E-Mail inklusive?JaNein (extra)JaNein
Support24/7 TelefonTicket / ChatTelefon / TicketCommunity / Docs
Managed UpdatesNeinJa (WordPress)Ja (WordPress)Nein
Geeignet fürFirmenwebsitesWordPress-ShopsEinsteigerWeb-Apps, SaaS
  • Shared Hosting (All-Inkl etc.) eignet sich für Firmenwebsites, Praxen, Agenturen, Handwerksbetriebe und statische Sites – überall dort, wo Zuverlässigkeit und ein gutes Gesamtpaket wichtiger sind als spezialisierte Features.
  • Managed WordPress Hosting ist die richtige Wahl für WordPress-Shops mit WooCommerce, Websites mit hohem Traffic oder Kunden, die sich null um Technik kümmern wollen und dafür bereit sind, deutlich mehr zu bezahlen.
  • Cloud-Hosting gehört in die Hände von Entwicklerteams, die SaaS-Produkte oder Web-Apps betreiben und die Infrastruktur selbst verwalten können.

Wie schwer ist ein Hoster-Wechsel?

Viele bleiben bei ihrem Hoster, weil der Wechsel aufwändig klingt. In der Praxis ist es überschaubarer als gedacht:

  • Domain-Umzug. Auth-Code beim alten Hoster anfordern, beim neuen eingeben. Die Domain ist in der Regel innerhalb weniger Tage umgezogen.
  • Website-Dateien. Per FTP oder SSH auf den neuen Server hochladen. Bei statischen Websites eine Sache von Minuten, bei WordPress etwas mehr Aufwand durch die Datenbank.
  • E-Mail-Migration. Der aufwändigste Teil – bestehende Postfächer müssen beim neuen Hoster angelegt und die Nachrichten übertragen werden. Mit einem Mail-Client wie Thunderbird lässt sich das per Drag-and-Drop erledigen.
  • DNS-Umstellung. Nameserver auf den neuen Hoster zeigen lassen. Innerhalb von 24–48 Stunden ist alles umgestellt.

Der gesamte Wechsel dauert für eine typische Firmenwebsite einen Arbeitstag – die meiste Zeit davon ist Warten auf DNS-Propagation. Egal ob WordPress, TYPO3, ein Shopsystem oder eine statische Website – wir unterstützen bei jedem Projekt und übernehmen den Umzug auf Wunsch komplett.

Fazit: Gutes Hosting muss nicht teurer sein

Die Hosting-Branche lebt davon, Komplexität zu verkaufen. Mehr Features, mehr Caching-Schichten, mehr Buzzwords. Für 95 % aller Firmenwebsites ist das Overkill. Ein solider deutscher Hoster mit schnellen Servern, gutem Support und einem fairen Preis reicht völlig aus.

Wir setzen seit Jahren auf All-Inkl – für unsere eigene Website und für Kundenprojekte. Wenn Sie All-Inkl testen möchten, können Sie gerne unseren Empfehlungslink nutzen:

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Wir übernehmen den kompletten Hosting-Umzug – Domain, Website, E-Mail-Postfächer – und sorgen dafür, dass der Übergang reibungslos läuft.

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