Wer bei Google nach vorne will, kommt an der OnPage-Analyse nicht vorbei. Doch der Markt ist voll mit Werkzeugen - vom Gratis-Klassiker bis zum teuren Crawler. Dieser Vergleich zeigt, welches Onpage-Tool für welchen Zweck taugt und wie Sie sinnvoll vorgehen.
Was eine OnPage-Analyse überhaupt prüft
Bevor wir zu den Tools kommen, lohnt der Blick auf den Prüfumfang. Eine solide OnPage-Analyse schaut sich diese Bereiche an:
- Title-Tags und Meta-Descriptions (Länge, Keywords, Duplikate)
- Überschriften-Struktur (genau eine H1, logische H2-Hierarchie)
- Interne Links und deren Linktexte
- Bilder und Alt-Attribute
- Ladezeit und Core Web Vitals
- Indexierbarkeit (robots.txt, Canonicals, noindex)
- Strukturierte Daten (Schema.org)
Diese Punkte entscheiden mit darüber, ob eine Seite ranken kann. Welches Werkzeug deckt das ab?
Die Gratis-Basis: Search Console und PageSpeed Insights
Die Google Search Console ist Pflicht und kostenlos. Sie zeigt, welche Seiten indexiert sind, welche Keywords Klicks bringen und wo Indexierungsprobleme stecken - direkt aus Googles eigener Datenbank. Schwäche: Sie crawlt nicht aktiv und prüft keine Title-Längen oder Alt-Texte.
Für die Performance gibt es PageSpeed Insights und das technisch identische Lighthouse im Chrome-Browser. Beide messen Core Web Vitals und geben konkrete Optimierungshinweise. Sie analysieren aber immer nur eine einzelne URL, nicht die ganze Website.
Wer einen schnellen Gesamtcheck ohne Anmeldung sucht, kann unseren kostenloser Onpage-SEO-Checker nutzen. Er prüft Title, Meta, Überschriften und mehr in Sekunden - ein guter erster Eindruck, bevor man tiefer einsteigt.
Seobility: der Allrounder für kleine Sites
Seobility verbindet Crawler, OnPage-Check und Monitoring in einem Dashboard. Die Gratis-Version crawlt bis zu 1.000 Unterseiten und liefert priorisierte Fehlerlisten - ideal für Einsteiger und kleine Websites. In der Bezahlversion kommen Keyword-Tracking und Wettbewerbsanalyse dazu. Für sehr große Seiten stößt das Tool aber an Grenzen.
Screaming Frog und Sitebulb: die Crawler-Klasse
Wenn es ernst wird, führt am Screaming Frog SEO Spider kaum ein Weg vorbei. Der Desktop-Crawler liest jede URL aus und exportiert Title, Meta, Statuscodes, Canonicals und interne Links in riesigen Tabellen. Bis 500 URLs ist er gratis, danach kostet die Lizenz rund 239 Euro im Jahr. Die Lernkurve ist steil - dafür gibt es kaum etwas Gründlicheres.
Sitebulb geht einen Schritt weiter und visualisiert die Crawl-Ergebnisse mit Diagrammen und konkreten Handlungsempfehlungen. Wer die nackten Daten von Screaming Frog zu unübersichtlich findet, fühlt sich hier wohler. Sitebulb ist allerdings durchgehend kostenpflichtig.
Ahrefs und Semrush: die All-in-One-Suiten
Ahrefs und Semrush sind die großen Komplettpakete. Ihr Site Audit crawlt die Website, bewertet hunderte Prüfpunkte und verknüpft die OnPage-Daten mit Backlink- und Keyword-Analysen. Das ist mächtig, hat aber seinen Preis: Beide starten bei rund 100 Euro im Monat. Für reine OnPage-Arbeit ist das oft überdimensioniert - für Agenturen und große Projekte dagegen Standard.
Welches Tool für wen?
Eine ehrliche Einordnung:
- Einzelseite schnell checken: PageSpeed Insights oder der SEOFX-Checker
- Kleine Website komplett: Seobility (gratis bis 1.000 Seiten)
- Tiefe technische Audits: Screaming Frog oder Sitebulb
- Agentur und Komplettstrategie: Ahrefs oder Semrush
Für die meisten kleinen und mittleren Websites reicht die Kombination aus Search Console, einem Gratis-Crawler und gelegentlichen PageSpeed-Checks völlig aus. Teure Suiten lohnen sich erst, wenn Sie regelmäßig mit Backlinks und Wettbewerbsdaten arbeiten.
So gehen Sie praktisch vor
Starten Sie mit einem schnellen Überblick, dann steigen Sie tiefer ein. Erst die Search Console einrichten, dann einen Crawl laufen lassen und die größten Fehler zuerst beheben. Wenn Sie wissen wollen, wo Sie aktuell stehen, hilft ein Blick darauf, wie Sie Ihr Google Ranking prüfen können. Und wenn Sie die Umsetzung lieber abgeben möchten, unterstützt Sie Onpage-SEO aus Nürnberg von der Analyse bis zur fertigen Optimierung.
Das beste Tool nützt nichts, wenn die Ergebnisse in einer Schublade landen. Entscheidend ist, dass Sie die Funde Schritt für Schritt abarbeiten - genau dort entsteht der Ranking-Gewinn.