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KI & SEO

ChatGPT SEO Prompts: 20 Vorlagen und ihre Grenzen

20. März 2026 · Aktualisiert 30. August 2026 · 14 Min. Lesezeit

Unten stehen 20 Prompts für die häufigsten SEO-Aufgaben, kopierfertig, jeder mit einem Satz dazu, wofür er taugt und warum er so formuliert ist. Diese Fassung ist im August 2026 überarbeitet: eine Vorlage ist ersatzlos rausgeflogen, weil sie auf ein SERP-Feature zielte, das es so nicht mehr gibt, und mehrere Erklärungen stimmen jetzt wieder mit dem überein, was Google heute tatsächlich anzeigt.

Der zweite Teil ist der wichtigere. Einen Prompt zu kopieren dauert fünf Sekunden, die Antwort zu bewerten deutlich länger. Deshalb steht hinter den Vorlagen, was ChatGPT bei SEO-Aufgaben regelmäßig falsch macht und woran Sie eine Antwort erkennen, die gut aussieht und trotzdem nichts wert ist.

Was gute ChatGPT SEO Prompts gemeinsam haben

Wer vage fragt, bekommt Durchschnitt zurück. Das liegt nicht am Modell, sondern daran, dass eine unspezifische Frage viele richtige Antworten hat und das Modell die wahrscheinlichste nimmt. Alle 20 Vorlagen unten folgen deshalb demselben Muster, das Sie für eigene Prompts übernehmen können.

Rolle. Sagen Sie, aus welcher Perspektive geantwortet werden soll: „Du bist SEO-Verantwortlicher eines lokalen Handwerksbetriebs mit 200 Besuchern am Tag." Eine konkrete Rolle mit konkreten Zahlen wirkt besser als die übliche Floskel vom erfahrenen SEO-Experten.

Kontext. Branche, Zielgruppe, Region, Wettbewerbsumfeld. Ohne diese Angaben schreibt das Modell für einen Durchschnittskunden, den es nicht gibt.

Grenzen. Zeichenlimits, Anzahl, verbotene Wörter, Ausschlüsse. Grenzen sind das, was aus einem Textvorschlag etwas macht, das Sie ohne Nacharbeit einsetzen können.

Ausgabeformat. Tabelle mit benannten Spalten, JSON, Liste, Fließtext. Wer das Format offen lässt, sortiert hinterher von Hand.

Ein fünftes Element hilft bei allem, was geprüft werden muss: Lassen Sie sich die Unsicherheit mit ausgeben. Der Zusatz „Kennzeichne jede Angabe, die du nicht aus dem gelieferten Material ableiten kannst, mit [ungeprüft]" macht aus einer glatten Antwort eine, die man sortieren kann. Wie sich Prompts systematisch aufbauen und testen lassen, steht ausführlicher im Beitrag zum Aufbau von Prompts für SEO-Texte.

Kopieren Sie die folgenden Vorlagen, ersetzen Sie die Platzhalter in eckigen Klammern und arbeiten Sie mit dem Ergebnis weiter. Als fertige Antwort ist keine davon gedacht.

Prompts für Keyword-Recherche (1 bis 5)

ChatGPT ersetzt kein Tool mit echten Suchdaten. Es ergänzt die Keyword-Recherche mit echten Suchvolumina um semantische Zusammenhänge und Nutzerperspektiven, die in Tool-Exporten selten auftauchen.

Prompt 1, Keyword-Ideen sammeln. „Ich betreibe [Art des Unternehmens] in [Stadt]. Erstelle eine Liste von 30 Suchbegriffen, die potenzielle Kunden bei Google eingeben würden. Sortiere nach Suchintention: informierend, kommerziell, transaktional. Nenne kein Suchvolumen und keine Schwierigkeit, dafür zu jedem Begriff in fünf Wörtern die Situation, in der jemand so sucht."

Die alte Fassung dieses Prompts hat sich noch eine geschätzte Schwierigkeit ausgeben lassen. Das war ein Fehler: Die Zahlen sahen belastbar aus und waren geraten. Die Situationsbeschreibung dagegen ist genau das, was ein Keyword-Tool nicht liefert.

Prompt 2, Long-Tail-Begriffe finden. „Generiere 20 Long-Tail-Varianten zum Hauptbegriff [Keyword]. Jede mindestens vier Wörter, jede mit einer erkennbar anderen Suchintention. Format: Begriff | Intention | passender Seitentyp (Blogbeitrag, Landingpage, FAQ-Block)."

Long-Tail-Begriffe haben weniger Wettbewerb und konvertieren besser, weil die Absicht schärfer ist. Der Prompt liefert den Seitentyp gleich mit, damit die Liste nicht in einem Dokument versauert, sondern in eine Seitenstruktur wandert.

Prompt 3, Fragen der Zielgruppe. „Welche Fragen stellen [Zielgruppe] zum Thema [Thema]? Liste 25 Fragen in der Formulierung auf, in der ein Laie sie tippen oder einem Assistenten diktieren würde. Unterteile in Grundlagen, Vergleich, Problem, Entscheidung."

Der entscheidende Teil ist „in der Formulierung, in der ein Laie sie tippt". Ohne diesen Zusatz bekommen Sie Fachsprache. Die Fragen taugen als H2-Struktur, als FAQ-Block und als Grundlage für Absätze, die Suchassistenten zitieren können.

Prompt 4, lokale Keyword-Map. „Erstelle eine Keyword-Map für [Branche] in [Stadt]. Fünf Begriffe je Kategorie: Hauptleistung, Nebenleistungen, Stadtteil-Kombinationen, Notfall- und Sofort-Suchen, Vergleichssuchen. Ergänze eine Spalte, welche Seite den Begriff bedienen soll, und markiere Begriffe, die sich zwei Seiten teilen würden."

Die letzte Spalte ist der Grund für diesen Prompt. Zwei Seiten, die denselben Begriff beanspruchen, nehmen sich gegenseitig die Sichtbarkeit, und in einer flachen Keyword-Liste sieht man das nicht.

Prompt 5, Wettbewerber lesen. „Rufe die Seite [URL] auf. Welche Suchbegriffe bedient sie erkennbar? Belege jeden Begriff mit der Stelle, an der er steht: Title, H1, H2 oder Fließtext. Nenne nur Begriffe, für die du eine Stelle zitieren kannst."

Ohne aktivierte Websuche erfindet ChatGPT den Inhalt fremder Seiten, und zwar plausibel. Der Zwang zum Zitat ist die Bremse: Was das Modell nicht belegen kann, taucht nicht auf. Echte Ranking-Daten liefert dieser Prompt trotzdem nicht, nur die erkennbare Absicht der Seite.

Prompts für Content-Erstellung (6 bis 10)

Mit KI geschriebener Text wird brauchbar, wenn das Modell Struktur und Rohfassung liefert und Sie Erfahrung, Zahlen und Beispiele ergänzen. Wo die Grenze zwischen beidem verläuft, zeigt der Vergleich der KI-Content-Strategien.

Prompt 6, Artikel-Gliederung. „Erstelle eine Gliederung für einen Beitrag zum Thema [Thema] für [Zielgruppe], Zielbegriff [Keyword]. Acht bis zehn H2 mit je zwei Stichpunkten. Markiere zusätzlich, welche Abschnitte nur mit eigenen Daten oder eigener Erfahrung gut werden."

Die Markierung am Ende ist der eigentliche Nutzen. Sie zeigt Ihnen vorher, an welchen Stellen der Beitrag ohne Ihren Beitrag austauschbar bleibt.

Prompt 7, Lücken im Bestand finden. „Hier ist mein bestehender Beitrag: [Text]. Welche Aspekte zum Thema [Thema] fehlen? Nenne fünf bis sieben Blöcke, begründe jeden in einem Satz und sortiere danach, was ein Leser am ehesten vermissen würde."

Für Aktualisierungen bestehender Beiträge ist das der nützlichste Prompt der Liste, weil ein Modell die Betriebsblindheit des Autors nicht teilt. Er passt gut zu einer Bestandsaufnahme, bei der Sie ohnehin alte Beiträge neu verwerten.

Prompt 8, Einstiege schreiben. „Schreibe drei Einstiege für einen Beitrag mit dem Titel [Titel], Zielgruppe [Zielgruppe], je maximal 80 Wörter. Variante 1 beginnt mit dem Problem, Variante 2 mit einer konkreten Zahl, Variante 3 direkt mit der Antwort auf die Titelfrage. Keine rhetorischen Fragen, keine Einleitungsfloskeln."

Der Verbotsteil am Ende macht den Unterschied. Ohne ihn kommt in zwei von drei Fällen ein Einstieg, der mit einer rhetorischen Frage beginnt, und die erkennt inzwischen jeder Leser.

Prompt 9, FAQ-Block. „Erstelle zehn Fragen und Antworten zum Thema [Thema]. Jede Antwort 50 bis 80 Wörter, erster Satz beantwortet die Frage vollständig, danach die Begründung. Keine Wiederholung der Frage im Antwortsatz."

Hier hat sich die Begründung geändert, nicht der Prompt. FAQ-Auszeichnung bringt seit August 2023 für die allermeisten Websites keine Rich Snippets mehr, Google zeigt sie nur noch für Behörden- und Gesundheitsseiten. Ein FAQ-Block lohnt sich trotzdem, aber aus einem anderen Grund: als Textform, die eine Frage in einem Absatz vollständig beantwortet und deshalb in Antwortboxen und Assistenten zitierbar ist.

Prompt 10, Briefing für Texter. „Erstelle ein Briefing für einen freien Texter zum Thema [Thema]: Zielbegriff und fünf Nebenbegriffe, Zielgruppe, Suchintention, Wortzahl, Tonalität, fünf Fragen, die der Text beantworten muss, drei interne Verlinkungsziele, zwei Quellen. Ergänze eine Liste mit fünf Punkten, an denen ich den fertigen Text ablehne."

Die Ablehnungskriterien sind der Teil, den fast jedes Briefing vergisst, und der Teil, der die zweite Korrekturschleife spart. Welche Bestandteile ein vollständiges KI-Content-Briefing sonst noch braucht, steht in einem eigenen Beitrag.

Gut zu wissen: Keiner dieser Prompts liefert Suchvolumen, Wettbewerbswerte oder Rankings. Nutzen Sie die Vorlagen für Ideen, Struktur und Rohtext und holen Sie die Zahlen aus einem Tool, das sie tatsächlich misst.

Prompts für Meta-Daten und Snippets (11 bis 15)

Title und Description entscheiden über die Klickrate, und die Klickrate entscheidet mit darüber, ob eine ordentliche Position auch Besucher bringt. Bei diesen Aufgaben ist ChatGPT schnell, aber unzuverlässig beim Zählen.

Prompt 11, Title-Varianten. „Schreibe fünf Title-Varianten für eine Seite zum Begriff [Keyword]. Maximal 55 Zeichen inklusive Leerzeichen, Begriff möglichst weit vorne. Gib hinter jeder Variante die Zeichenzahl an und schreibe die Zeichen einzeln durchnummeriert auf, bevor du die Summe nennst."

Die umständliche Zählanweisung hat einen Grund: Das Modell rechnet in Tokens, nicht in Zeichen, und rät die Länge. In unseren Stichproben lag jeder zweite Vorschlag um mehr als drei Zeichen daneben, bei Umlauten öfter. Zählen Sie am Ende trotzdem selbst nach.

Prompt 12, Descriptions. „Erstelle fünf Meta-Descriptions für [Seitentyp] zum Begriff [Keyword], je maximal 142 Zeichen. Jede nennt einen konkreten Nutzen und endet mit einer Handlungsaufforderung. Keine zwei Varianten dürfen mit demselben Wort beginnen."

Die letzte Bedingung verhindert, dass Sie fünfmal denselben Satz in fünf Formulierungen bekommen. Google schreibt Descriptions oft ohnehin um, aber eine gute Vorgabe wird häufiger übernommen als eine generische.

Prompt 13, Meta-Daten in Serie. „Hier sind zehn Seiten mit URL und Hauptbegriff: [Liste]. Erstelle je einen Title (max. 55 Zeichen) und eine Description (max. 142 Zeichen). Ausgabe als Tabelle mit den Spalten URL, Title, Zeichen, Description, Zeichen. Markiere Seiten, deren Begriffe sich überschneiden."

Für Relaunches und größere Aufräumaktionen. Die Überschneidungsspalte zeigt, wo zwei Seiten dieselbe Suche bedienen sollen, und das ist bei Bestandsprojekten häufiger der Fall als gedacht.

Prompt 14, zitierfähiger Antwortabsatz. „Schreibe einen Absatz von maximal 60 Wörtern, der die Frage [Frage] vollständig beantwortet, ohne Bezug auf den Rest der Seite. Erster Satz die Antwort, danach höchstens zwei Sätze Begründung. Keine Aufzählung, keine Werbesprache, keine Rückverweise auf vorherige Absätze."

Dieser Prompt hat die alte Open-Graph-Vorlage ersetzt. Absätze, die für sich allein stehen, werden von Antwortboxen und Suchassistenten deutlich eher übernommen als Text, der nur im Zusammenhang funktioniert. Setzen Sie so einen Absatz direkt unter die passende Zwischenüberschrift.

Prompt 15, Überschriftenstruktur prüfen. „Hier ist die Überschriftenstruktur einer Seite zum Begriff [Keyword]: [H1 bis H3 einfügen]. Prüfe: Beantwortet die Reihenfolge die Frage, mit der jemand auf die Seite kommt? Welche Zwischenfrage fehlt? Welche Überschrift ist nur ein Label ohne Aussage? Schlage eine überarbeitete Struktur vor und begründe jede Änderung."

Eine Überschrift, die nur ein Wort ist, sagt weder Google noch dem Leser etwas. Die dritte Prüffrage findet genau die.

Prompts für technisches SEO (16 bis 20)

Bei technischen Aufgaben schreibt ChatGPT Code, der gut aussieht und manchmal nicht funktioniert. Jedes Ergebnis aus diesem Abschnitt gehört durch einen Validator, bevor es live geht. Welche Werkzeuge sich dafür eignen, zeigt der Überblick über KI-Tools im SEO.

Prompt 16, Schema-Markup. „Erzeuge JSON-LD vom Typ [Schema-Typ] für folgende Seite: [Angaben]. Nur Eigenschaften, die in der schema.org-Spezifikation für diesen Typ existieren. Trenne die Ausgabe in Pflichtfelder nach Google-Doku und optionale Felder. Nenne am Ende jede Angabe, die du aus meinen Daten nicht belegen kannst."

Erfundene Eigenschaften sind der häufigste Fehler bei generiertem Markup, dicht gefolgt von Werten, die im Markup stehen, aber nicht auf der Seite. Beides fällt im Rich Results Test auf, wenn Sie ihn benutzen.

Prompt 17, robots.txt prüfen. „Analysiere diese robots.txt: [Inhalt]. Prüfe auf blockierte CSS- und JS-Ressourcen, auf Konflikte zwischen Allow und Disallow und auf Regeln, die ins Leere zeigen. Liste getrennt auf, welche Regeln für Suchmaschinen-Crawler gelten und welche für KI-Crawler wie GPTBot, Google-Extended, ClaudeBot oder PerplexityBot. Schlage eine bereinigte Fassung vor."

Die Trennung nach Crawler-Typ ist neu in dieser Fassung. Viele robots.txt-Dateien blockieren KI-Crawler versehentlich mit, weil eine alte Regel für alle Bots gilt, und schneiden sich damit von Erwähnungen in Suchassistenten ab.

Prompt 18, Weiterleitungsplan. „Erstelle einen Weiterleitungsplan. Alte URLs: [Liste]. Neue URLs: [Liste]. Format: alt | neu | Typ (301/302) | Begründung. Markiere Ketten, Schleifen und alte URLs ohne passendes Ziel getrennt. Schlage für URLs ohne Ziel die thematisch nächste Seite vor, nicht die Startseite."

Der letzte Satz ist wichtig. Sammelweiterleitungen auf die Startseite behandelt Google wie eine 404, der Rankingwert der alten Adresse geht verloren.

Prompt 19, hreflang erzeugen. „Erzeuge hreflang-Auszeichnungen für folgende Sprachversionen: [Sprachen und URLs]. Vollständiges Set je Seite inklusive x-default und Selbstreferenz. Prüfe die Sprach- und Ländercodes gegen ISO 639-1 und ISO 3166-1 und weise auf fehlende Rückverweise hin."

Die Selbstreferenz und die fehlenden Rückverweise sind die zwei Fehler, die in fast jedem internationalen Projekt auftauchen. Bei Tippfehlern in Ländercodes ist die Maschine zuverlässiger als der Mensch.

Prompt 20, Core Web Vitals einordnen. „Meine Seite hat folgende Werte: [LCP, INP, CLS einfügen]. Erkläre je Metrik die wahrscheinlichsten Ursachen und nenne fünf technische Maßnahmen. Sortiere nach Verhältnis von Wirkung zu Aufwand. Beziehe dich ausschließlich auf INP, nicht auf FID."

Der letzte Satz ist nötig, weil seit März 2024 INP die alte FID-Metrik ersetzt hat und Modelle mit älterem Trainingsstand trotzdem noch FID-Maßnahmen vorschlagen. Wer das nicht merkt, optimiert an einer Kennzahl, die es nicht mehr gibt. Genau solche stillen Veralterungen sind der Grund für den nächsten Abschnitt.

Was ChatGPT bei SEO-Aufgaben verlässlich falsch macht

Die Fehler sind erstaunlich stabil. Sie treten über Modellwechsel hinweg auf, weil sie in der Funktionsweise begründet sind und nicht in der Version.

Zahlen, die es nicht gibt. Suchvolumen, Klickraten, Marktanteile, Studienergebnisse. Das Modell erzeugt Zahlen, die zum Kontext passen, nicht Zahlen, die gemessen wurden. Verräterisch sind glatte Werte und runde Prozentsätze in Zehnerschritten.

Zeichen und Pixel. Titel, Descriptions, Snippet-Längen. Gezählt wird intern in Tokens, das Ergebnis ist eine Schätzung. Bei deutschen Texten mit Umlauten wird die Abweichung größer, nicht kleiner.

Abgeschaffte SERP-Features. FAQ- und HowTo-Auszeichnung als Snippet-Quelle, Autorenbilder, Bewertungssterne für beliebige Seitentypen. Vieles davon ist seit Jahren weg, steht aber in unzähligen Texten aus der Trainingsphase und kommt entsprechend wieder heraus.

Rankingfaktor-Folklore. Keyworddichte in Prozent, LSI-Keywords, Domain Authority als angeblicher Google-Wert. Diese Begriffe stammen aus SEO-Blogs, nicht aus Googles Dokumentation, sind aber millionenfach im Trainingsmaterial vertreten.

Erfundene Belege. Studien-Titel, Jahreszahlen und URLs, die nicht existieren, dafür genau so klingen, wie eine echte Quelle klingen würde. Ohne aktive Websuche ist jede Quellenangabe erst einmal unbelegt.

Bestätigung statt Widerspruch. Fragen Sie „Ist meine Struktur gut?", bekommen Sie meistens ein Ja mit Begründung. Fragen Sie „Nenne drei Gründe, warum diese Struktur scheitert", bekommen Sie die Kritik, die im ersten Fall fehlte. Der Unterschied ist reine Formulierungssache.

Woran Sie eine unbrauchbare Antwort erkennen

Bevor Sie ein Ergebnis übernehmen, gehen Sie es einmal gegen diese Punkte durch. Zwei Minuten pro Antwort, und Sie sparen sich die Korrektur im Live-Betrieb.

Nichts darin kann falsch sein. Wenn kein Satz der Antwort widerlegbar ist, steht auch nichts Verwertbares drin. „Achten Sie auf hochwertige Inhalte" ist keine Aussage, sondern eine Beruhigung.

Jede Zahl ist glatt. 30 Prozent, 3-fach, 10-mal schneller. Echte Messwerte sind selten rund. Fragen Sie nach der Quelle und beobachten Sie, ob eine kommt.

Die Antwort wiederholt Ihren Prompt. Wenn die ersten zwei Sätze Ihre Frage in anderen Worten spiegeln, hatte das Modell keinen eigenen Beitrag. Kürzen Sie den Prompt und stellen Sie eine engere Frage.

Alle Absätze sind gleich lang. Ein sicheres Zeichen für Text ohne Substanz, weil echte Erklärungen unterschiedlich viel Platz brauchen. Dasselbe gilt für Aufzählungen, in denen jeder Punkt exakt gleich gebaut ist.

Ein Toolname taucht ohne Anlass auf. Modelle nennen bekannte Marken, weil sie im Trainingsmaterial häufig sind, nicht weil sie zur Aufgabe passen. Bei einer Empfehlung immer nachfragen, welche Eigenschaft des Tools den Ausschlag gibt.

Die Prüfung schlägt fehl. Bei allem Technischen gibt es einen Validator: Rich Results Test für Markup, PageSpeed Insights für Ladewerte, ein Crawler für Weiterleitungen. Eine Antwort, die dort durchfällt, ist erledigt, egal wie überzeugend sie klingt.

Praxis-Tipp: Legen Sie Ihre Vorlagen in einer Datei ab und notieren Sie hinter jeder, wann sie zuletzt ein brauchbares Ergebnis geliefert hat. Prompts veralten still, weil sich Modelle und SERP-Features ändern, ohne dass jemand Bescheid sagt.

Wer denselben Ablauf mehrmals pro Woche fährt, sollte ihn irgendwann nicht mehr von Hand starten. Wie sich wiederkehrende Aufgaben von der Keyword-Sammlung bis zum Reporting in feste KI-Abläufe überführen lassen, ist ein eigenes Thema.

Fazit

Die 20 Vorlagen decken den Alltag ab, von der Keyword-Sammlung bis zum hreflang-Set. Der Nutzen entsteht aber nicht durch den einzelnen Prompt, sondern durch die Prüfung dahinter: Zahlen gegen ein Tool, Markup gegen einen Validator, jede Empfehlung gegen die aktuelle Google-Dokumentation. Rechnen Sie damit, dass ein Teil Ihrer Sammlung in einem Jahr stillschweigend veraltet ist, und planen Sie eine Durchsicht ein.

Prompts sind Werkzeug, keine Strategie.

Wir sehen uns Ihre Website an und sagen Ihnen, an welchen Stellen sie Sichtbarkeit verliert und in welcher Reihenfolge sich die Arbeit lohnt.

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